Hamburg

Diese Zimmerpflanzen blühen auch in der dunklen Jahreszeit

Alexander Barklage
|
Von Alexander Barklage
| 20.09.2021 20:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Bromelien stammen ursprünglich aus den Tropen. Daher mögen sie es eigentlich feucht – aber auch nicht zu feucht. Foto: dpa/Andrea Warnecke
Bromelien stammen ursprünglich aus den Tropen. Daher mögen sie es eigentlich feucht – aber auch nicht zu feucht. Foto: dpa/Andrea Warnecke
Artikel teilen:

Die meisten Zimmerpflanzen blühen nur im Sommer und legen im Winter eine Pause ein. Einige Pflanzen jedoch zeigen mehrmals im Jahr ihre Pracht und spenden so farbenfrohe Atmosphäre in der Wohnung.

Wenn die Tage wieder kürzer werden und sich am Tage die Sonne nur selten blicken lässt, verschönern Zimmerpflanzen die Atmosphäre in Haus und Wohnung. Es gibt einige farbenfrohe Pflanzen, die mehrmals blühen und daher auch im Herbst oder Winter ihre ganze Schönheit präsentieren. Wir stellen Ihnen einige winterblühende Zimmerpflanzen vor und zeigen Ihnen, was Sie beim Kauf solcher Pflanzen beachten müssen. 

Beim Kauf ist besonders bei bereits blühenden Zimmerpflanzen zu beachten, dass sie nicht dem Frost ausgesetzt werden dürfen. Wichtig bei vielen dieser Pflanzen ist auch der Standort. Einige Pflanzen mögen nicht so viele Sonnenstrahlen, andere mögen es eher kühler. 

Hier ein paar ausgewählte Zimmerpflanzen, die auch im Winter noch blühen:

Kalanchoë

Die Kalanchoë - ursprünglich aus Madagaskar - muss in einem Rhythmus von allen zwei Wochen im Winter bis zu wöchentlich einmal im Sommer gegossen werden. Die Kalanchoë gehört zu den sogenannten Sukkulenten, die viel Wasser in ihren Blättern speichern können und so auch Trockenzeiten überstehen. Dank seiner Blüten in leuchtenden Farben wird die Pflanze Flammendes Käthchen genannt. Der Standort der Pflanze sollte im Halbschatten liegen bei 18 bis 25 Grad. Trockene Zimmerluft wird gut vertragen und macht die Kalanchoë zu einer pflegeleichten und unkomplizierten Pflanze für den Wohnraum.

Zimmer-Alpenveilchen

Besonders beliebt bei vielen Pflanzenfreunden ist das Alpenveilchen. Die blühfreudige Pflanze ist sehr robust, mag aber keine zu warme Wohntemperatur. Ein ungeheizter Wintergarten oder ein kühles und helles Treppenhaus sind ideale Standorte. Da die Knolle sehr empfindlich auf Nässe reagiert, sollte man beim Gießen besonders aufpassen. Am besten sollte man nur von unten gießen oder das Alpenveilchen für zehn Minuten in einen Topf mit zimmerwarmen Wasser stellen. Die verwelkten Blütenstängel sollten regelmäßig entfernt werden, um die Lebenszeit der Pflanze zu verlängern. 

Mehr zum Thema:

Begonien

Blumenfreunde haben an ihr das ganze Jahr über Freude: Die Zimmer-Begonie kann mit der richtigen Pflege dauerhaft blühen. Die Pflanzen sollten sehr hell stehen, aber nicht in der direkten Sonne. Da sie sich bei 16 bis 20 Grad besonders wohlfühlen, sind Wintergarten oder Veranda in der kalten Jahreszeit ideale Standorte.

Beim Gießen der Pflanzen ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: Der Wurzelballen der Zimmer-Begonie sollte immer etwas feucht sein, Staunässe verträgt er aber überhaupt nicht. Daher sollte der Hobbygärtner die Begonie regelmäßig, aber nur wenig wässern. Etwas Flüssigdünger alle zwei Wochen unterstützt die Blüte.  Verblühte Blüten und beschädigte Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Das unterstützt eine lange Blütezeit und beugt Krankheiten vor.

Bromelien

Zierbromelien vertragen Sonneneinstrahlung nur bedingt - und zwar ausschließlich am Morgen oder im Winter, wenn die Intensität der Sonne geringer ist. Auf sonnigen Fensterbänken sollten diese Zimmerpflanzen daher nur im Winter stehen. Solange sie nicht direkt von der Sonne beschienen werden, sind Fensterbänke aber grundsätzlich ein guter Platz für Bromelien - denn die Pflanzen mögen Helligkeit. 

Usambaraveilchen

Das Usambaraveilchen ist farbenfroh und zuverlässig. Drei- bis viermal im Jahr erblüht es, so auch im Herbst und im Winter. Am besten geht es dem Usambaraveilchen in unseren Wohnräumen, wenn sie dort ähnliche Bedingungen vorfinden wie in ihrer Heimat. Beim Usambaraveilchen sind das die namensgebenden Usambara-Berge im Nordosten Tansanias. Die Wurzeln liegen flach über dem steinigen Boden, ohne tief in diesen einzudringen. Die oberen Bodenschichten sind stets gut durchlüftet und trocknen nach jedem Regen schnell wieder ab. Damit die Pflanze hier nicht verdurstet, hat sie wasserspeicherndes Gewebe in den Blättern. Die Temperaturen in unseren Wohnräumen gefallen der Pflanze: Auch in Tansania herrschen am natürlichen Standort zwischen 18 und 30 Grad.

mit dpa-Material

Ähnliche Artikel