Berlin/New York
Darum vergleicht sich Annalena Baerbock mit Hillary Clinton
Annalena Baerbock hat sich in einem Porträt der „New York Times“ mit Hillary Clinton verglichen. Warum es Parallelen gibt – und was die Politikerinnen dennoch unterscheidet.
Annalena Baerbock ist im Bundestagswahlkampf Zielscheibe von Sexismus und Hassattacken - genau wie die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton während ihrer Kandidatur gegen Donald Trump im Jahr 2016.
Diesen Vergleich zieht die Kanzlerkandidatin der Grünen in einem Porträt mit der „New York Times“ selbst heran. „Auf eine gewisse Art ist das, was ich erfahren habe, vergleichbar mit dem, was in den USA passiert ist, als Hillary Clinton kandidierte“, wird Baerbock zitiert. Stimmt der Vergleich?
Was Annalena Baerbock und Hillary Clinton unterscheidet
Klar ist: Baerbock sah sich im Bundestagswahlkampf bereits mit gefälschten Nacktfotos konfrontiert, die über sie im Umlauf waren. Auch Zitate von ihr wurden erfunden. Von derlei Angriffen sei sie stärker betroffen als ihre Konkurrenten Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, heißt es auch im „New York Times“-Porträt. Die Verfasserin begleitete die Grünen-Politikerin im Wahlkampf bei Auftritten in Bochum, Duisburg und Hildesheim sowie in ihrem Wahlkampfbus.
Auch die Demokratin Hillary Clinton sah sich 2016 ähnlichen Attacken wie Baerbock ausgesetzt - insofern passt der Vergleich. Jedoch lassen sich ihre Rollen ansonsten nur schwer vergleichen. Mit Hillary Clinton wäre der Kurs von Barack Obama fortgesetzt worden, sie war zuvor bereits Außenministerin. Baerbock hatte ein solches Amt bisher nicht inne. Und mit der Grünen als Kanzlerin würde sich die künftige Regierungspolitik wohl deutlich von der Angela Merkels unterscheiden.
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