Berlin

Garten im September – Fünf Aufgaben, die Sie angehen sollten

Joshua Muraszewski
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Von Joshua Muraszewski
| 10.09.2021 14:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Im September ist Erntezeit für Kernobst. Gerade hier steht Arbeit an. (Symbolbild) Foto: M. Henning / imago images
Im September ist Erntezeit für Kernobst. Gerade hier steht Arbeit an. (Symbolbild) Foto: M. Henning / imago images
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Die Tage werden kühler und feuchter: Der Herbst kommt. Doch für den Hobbygärtner ist dies nicht das Ende – im Gegenteil. Nun beginnt eine Menge Arbeit. Von Rasenpflege bis pflanzen: Diese fünf Aufgaben stehen an.

Mit dem 1. September beginnt der meteorologische Herbst und mit ihm eine Menge Arbeit. Denn nicht nur gilt es jetzt, den Garten auf Vordermann zu bringen - der September ist auch der optimale Pflanzmonat für viele Sorten. Diese fünf Aufgaben, sollten nicht zu kurz kommen

1. Den Rasen pflegen

Spielende Kinder, Grillabende und Dürren: Im Sommer wird ein Rasen an seine Grenzen gebracht. Deshalb sollten Sie ihm im September nochmals etwas Aufmerksamkeit schenken. Doch hat ein Rasen im September andere Bedürfnisse als im Frühjahr. 

Die Wachstumsphase verlangsamt sich und hört auf - außerdem folgt Frost und Schneedecke. Aus diesem Grund sollten Sie keine stickstoffhaltigen Düngemittel verwenden. Da er später nicht mehr wächst, bringen diese Nährstoffe ihm nichts mehr und können im Gegenteil sogar schädlich sein. Schnell kann es zu einem Stickstoffüberschuss kommen, dessen Folgen unter anderem Frostanfälligkeit und ein übermäßiges, mastiges Wachstum sind. 

Im Herbst sollten Sie stattdessen zu einem Dünger mit hohem Kaliumanteil greifen. Dieser kräftigt den Rasen und bietet ihm optimale Wachstumsbedingungen im nächsten Frühjahr. Sollte Sie einen alten, robusten Rasen besitzen, kann auch Vertikutieren sinnvoll sein. Stellen Sie die Messer dafür nicht zu tief ein und gießen Sie den Rasen am besten direkt nach.

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2. Kahle Stellen im Rasen ausbessern

Der September ist ein guter Zeitpunkt um neuen Rasen auszusäen. Damit ein Rasen wächst, braucht es eine Bodentemperatur von über zehn Grad Celsius. Anders als das Frühjahr, bietet der September stabilere Temperaturen sowie regelmäßigen Tau und Regen. Außerdem betreten Sie den Rasen im September weniger, sodass sich Ihr Rasen einfacher verwurzeln kann. 

Verfahren Sie hierbei wie sonst auch: Lockern Sie den Boden und entfernen Sie alte und vertrocknete Rasenreste, um der Nachsaat eine Chance zum wachsen zu geben. Verwenden Sie dafür zwischen 15 bis 30 Gramm einer speziellen Nachsaatmischung.

3. Fallobst entfernen

Der September ist Erntezeit für Kernobst wie Äpfel, Birnen und Quitten. Schnell passiert es, dass ein Obstbaum mit prächtiger Ernte einiges an Obst fallen lässt. Obst, dass mit Würmern oder Fruchtfäule befallen ist, wird vom Baum frühzeitig abgestoßen: Dies ist eine natürliche Abwehrreaktion des Baums. Doch sollte Sie dieses Obst möglichst nicht liegen lassen, da sich die Schädlinge ansonsten in ihrem Garten ansiedeln.

Bei Würmern beispielsweise entwickeln sich die Larven im Fallobst weiter und verpuppen sich im Spätherbst. Im Frühjahr schlüpfen die Falter wieder und legen ihre Eier auf die junge Ernte - der Kreislauf beginnt von vorne. Aber auch Äpfel mit Fruchtfäule sollten schleunigst entfernt werden, damit der Pilz seine Sporen nicht weiterverbreiten kann. Gesundes Fallobst sollte ebenfalls zeitnah entfernt werden, damit Feld- und Wühlmäuse nicht angelockt werden.

4. Blumenzwiebeln pflanzen

Der September ist der perfekte Pflanzmonat für Blumenzwiebeln wie Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen. Blumenzwiebeln sollten möglichst frisch und groß sein. Große Zwiebeln bringen oftmals kräftigere Pflanzen mit größeren Blüten hervor. Pflanzen Sie ihre Blumen möglichst direkt nach dem Kauf. 

Blumenzwiebeln sollten in der Regel mit der doppelten Zwiebelhöhe Erde bedeckt werden. Graben Sie ein Loch in dieser Tiefe, füllen Sie bei lehmigen oder tonigen Böden eine Drainageschicht aus Sand aus und drücken Sie die Zwiebeln vorsichtig in die Erde - die Zwiebel sollte fest stehen und beim zugraben nicht umfallen. Zwischen großen Zwiebeln sollte ein Abstand von etwa acht Zentimetern und zwischen kleinen mindestens zwei bis fünf Zentimetern Platz sein. Verschließen Sie das Loch wieder und drücken Sie die Erde nur leicht an. Nun gießen Sie die Stelle gründlich.

Mehr Tipps und Ratschläge zu Blumenzwiebeln finden Sie hier: Mein Garten soll früh im Jahr blühen: Diese Blumenzwiebeln kommen jetzt in die Erde

5. Samen sammeln

Wer nächstes Jahr wieder Freude an seinen Pflanzen haben möchte, kann Samen sammeln. Sind die Blumen verblüht und die Fruchtstände braun, sind die Samen reif für die Ernte. Warten Sie auf einen trockenen, sonnigen und windstillen Tag im September und beginnen Sie damit, die Blütenstiele der Pflanzen abzuschneiden. Diese legen Sie dann einfach kopfüber in eine Schüssel oder einen Eimer und lassen Sie trocknen. Sobald die Pflanzen einige Tage getrocknet sind, können Sie sie einfach ausschütteln, um die Samen von den Pflanzenteilen zu trennen. Sieben Sie ihre Samen sicherheitshalber noch einmal über einem weißen Stück Papier - fertig sind die Samen.

Papiertüten und andere kleine, blickdichte Behälter sind perfekte Aufbewahrungsbehälter für Samen. Bevor Sie sie umfüllen, sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Samen wirklich trocken sind, da sie ansonsten schimmeln können. Lagern Sie die Samen trocken, kühl und frostgeschützt. Saatgut hält sich zwischen einem und drei Jahren.

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