Brookmerland

Sein Ziel ist die Titelverteidigung

| | 06.09.2021 20:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Sozialdemokrat Gerhard Ihmels ist seit 2006 Verwaltungschef der Samtgemeinde Brookmerland und strebt seine dritte Amtszeit an. Foto: Romuald Banik
Der Sozialdemokrat Gerhard Ihmels ist seit 2006 Verwaltungschef der Samtgemeinde Brookmerland und strebt seine dritte Amtszeit an. Foto: Romuald Banik
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Sein Ziel ist klar – der Chefsessel des Marienhafer Rathauses soll verteigt werden: Gerhard Ihmels (SPD) will Samtgemeindebürgermeister im Brookmerland bleiben – das ist er seit 2006.

Brookmerland – Er will Samtgemeindebürgermeister bleiben: Seit 2006 sitzt Gerhard Ihmels auf dem Chefsessel des Marienhafer Rathauses. Den will er verteidigen. Für den 61-Jährigen wäre es die dritte Amtszeit. „Entschlossen und mit Tatendrang“ wolle er an die Arbeit gehen , sagte der Amtsinhaber bei Bekanntgabe seiner erneuten Kandidatur im Mai. Ihmels wurde am 15. November 1959 in Marienhafe geboren. In unmittelbarer Nähe des Rathauses wuchs er als Einzelkind „Am Olldiek“ auf. Nach dem Besuch des Kindergartens in Osterupgant und der Volksschule in Marienhafe wechselte er ans Ulrichsgymnasium Norden, verließ dieses aber noch vor dem Abitur und begann eine Lehre zum Verwaltungsangestellten bei der Samtgemeinde Brookmerland, die er 1979 abschloss. Es folgte 1981 die 1. Laufbahnprüfung. 1992 erwarb Ihmels nachträglich die Fachhochschulreife und nahm ein Studium auf, das er 1996 als Diplomverwaltungswirt beendete. 1997 wurde er Kämmerer der Samtgemeinde Brookmerland, der er bis zu seiner Wahl zum Samtgemeindebürgermeister 2006 blieb.

Seine drei wichtigsten Themen

Ausbau des Angebots in Kitas und Schulen

In den letzten Jahren sind 200 zusätzliche Kindergarten- und Krippenplätze im Brookmerland geschaffen worden. Aber der Bedarf an Krippenplätzen nimmt zu. Dem muss die Samtgemeinde Rechnung tragen. Auch geht es um Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies ist nur möglich, wenn das Angebot an Ganztagsbetreuung ausgebaut wird. Alle Themen müssen sich an Klima- und Artenschutz orientieren.

Sanierung von Straßen

Seit Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung zum 1. Januar dieses Jahres ist es möglich geworden, dass die beiden Straßenbaukolonnen des samtgemeindeeigenen Bauhofs auch größere Straßensanierungsabschnitte ohne finanzielle Belastung der Anlieger durchführen können. Es wird zurzeit ein Kataster für Straßensanierungen erstellt, um die Reihenfolge der geplanten Baumaßnahmen für alle transparenter und nachvollziehbar zu machen.

Förderung der Wirtschaft

Der Bau der Zentralklinik in Georgsheil bedeutet auch für das Brookmerland eine große Chance. Fachärzte in Ortsnähe, steigender Bedarf an Baugrundstücken und moderner Infrastruktur. Diese Chance gilt es zu nutzen und schon jetzt die Weichenstellung vorzunehmen. Daneben muss durch lokale Wirtschaftsförderung gewachsene Strukturen gestärkt und Anreize für die Neuansiedlung von Betrieben geschaffen werden. Ich will dazu auch mein über Jahre aufgebautes Netzwerk weiterhin nutzen, um auch zukünftig Fördermittel ins Brookmerland zu holen. Dazu braucht man gute, vertrauensvolle Partner und Kontakte nach Berlin und Hannover.

Damals erhielt er knapp 52 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit hatte er die Wahl vor seinen damaligen Mitbewerbern von der Brookmer Wählergemeinschaft (BWG), Werner Knippelmeyer (37,69 Prozent), und dem parteilosen Einzelbewerber Thomas Themsfeldt (10,32 Prozent) gewonnen und stand somit als Nachfolger von Hartwig Warfsmann (parteilos) fest. Bei der Samtgemeindebürgermeisterwahl 2014 kandidierte Ihmels ein zweites Mal. Herausforderer gab es nicht. Ihmels wurde mit rund 84 Prozent der Stimmen wiedergewählt. 16 Prozent stimmten gegen ihn. In absoluten Zahlen: Von 4528 gültigen Stimmen waren 3805 Ja- und 723 Nein-Stimmen. Privat ist Ihmels geschieden und mit der Marienhafer SPD-Bürgermeisterin Beate Kappher-Gruß liiert. Mit ihr lebt der Vater von drei erwachsenen Söhnen in Marienhafe. In seiner Freizeit hört er gerne Musik.

Warum wollen Sie Bürgermeister bleiben?

Ich habe das Amt stets mit Herzblut und höchstem Respekt gegenüber Bürgern, Mitarbeitern, Einrichtungen und Aufgaben wahrgenommen. Ich bin offen für Dialoge, innovative Ideen, die das bisher Erreichte fortsetzen, ergänzen und verbessern können. Ich verbinde meine Erfahrung mit den Anforderungen der Zukunft und möchte mich weiter für alle Bürger einsetzen.

Warum sind Sie ein guter Bürgermeister?

Ich bin ein Teamplayer. Das Amt des Samtgemeindebürgermeisters setzt Teamfähigkeit voraus. Nur im Team sind die Aufgaben zu lösen. Fast täglich bespreche ich mit den Fachbereichsleitern aktuelle Themen, Projekte und ob diese Vorhaben mit unserem Haushalt vereinbar sind. Dadurch erarbeitet man sich verschiedene Perspektiven, reflektiert sich selbst und seine Arbeit.

Was würden Sie künftig anders machen als in Ihrer bisherigen Amtszeit?

Vieles ist gelungen. Ich denke zum Beispiel an den Ausbau der frühkindlichen Bildung in den Kindertagesstätten oder an die Einrichtung der Oberstufe an der IGS Marienhafe-Moorhusen. Das Thema der Neustrukturierung der Feuerwehren im Brookmerland habe ich allerdings in seiner emotionalen Tragweite unterschätzt. Das würde ich bestimmt aus heutiger Sicht anders angehen.

Wie hoch schätzen Sie Ihre Siegchancen ein?

Eine Einschätzung zu meinem Wahlergebnis oder dem meiner Mitbewerber werde ich an dieser Stelle nicht abgeben. Die Entscheidung treffen am 12. September die Brookmerlander Bürgerinnen und Bürger. Ich würde mich freuen, wenn diese mir erneut ihr Vertrauen schenken und ich als Bürgermeister zum Wohl der Menschen in der Samtgemeinde weiterarbeiten kann.

•In der nächsten Folge: Ida Bienhoff-Topp.

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