Aurich
Schulstart unter freiem Himmel
Für 43 Kinder begann an der Finkenburgschule in Aurich die Schulzeit – coronabedingt unter besonderen Bedingungen und mit doppeltem Grund zur Freude.
Aurich – Gleich doppelten Grund zur Freude gab es am Sonnabend an der Finkenburg-Grundschule in Aurich. Zum einen wurden dort, wie vielerorts im Landkreis Aurich, 43 Kinder eingeschult. Zum anderen wurden dort pünktlich zum Schuljahresbeginn die nach einem Brand im Frühjahr sanierten Unterrichtsräume in Betrieb genommen werden.
Eine der beiden ersten Klassen wird den Raum als Klassenzimmer nutzen, in dem in den Osterferien der Brand entstand. Davon aber ist nichts mehr zu sehen. Wie Schulleiter Wolfgang Neiweiser sagte, wurden dieser und alle anderen durch den Brand in Mitleidenschaft gezogenen Räume rundum saniert. Das habe problemlos geklappt. Die Stadt Aurich als Schulträgerin habe „sehr schnell, kompetent und unaufgeregt“ alles geregelt, was zu regeln war, lobte Neiweiser.
Sanierung war aufwendig
Das Problem bestand darin, dass sich infolge des Schwelbrands Ruß über die Decken auch in andere Bereiche der Schule verbreitete (wir berichteten). Die Sanierung war aufwendig: Deckenverkleidungen. Lampen und Isoliermaterial mussten abgenommen, gereinigt oder ersetzt werden. Drei vierte Klassen wurden vorübergehend im Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum Aurich untergebracht und täglich dort unterrichtet. Die Räume seien gut nutzbar gewesen, berichtete Neiweiser. Zudem wurde für die Zeit, in der Altbau saniert wurde, ein provisorischer Klassenraum in der Pausenhalle der Finkenburgschule eingerichtet.
Auch das sei alles gut gelaufen. Handwerker hätten quasi Hand in Hand gearbeitet. „Das alles ist nur so geflutscht. Wir haben großes Glück gehabt“, sagte Neiweiser. Pünktlich zum Ende der Sommerferien seien alle Räume der Schule wieder eingeräumt und neu ausgestattet worden. „Fußböden, Decken, Wandputz, Fenster, Möbel und Regale – alles neu“, freute sich der Schulleiter. Davon profitierten auch die Neuankömmlinge.
Einschulung anders als gewohnt
Die wurden bei bestem Wetter unter freiem Himmel begrüßt. Coronabedingt sahen Einschulungsfeiern auch in diesem Jahr erneut anders aus als gewohnt. Wie fast überall galt auch an der Finkenburgschule die „3G-Regel“: Wer teilnehmen wollte, musste geimpft, genesen oder getestet sein und dies am Eingang zum Schulhof nachweisen. Jedes der 43 Kinder durfte maximal von seinen Eltern begleitet werden. Begrüßt wurden die Schulanfänger in zwei Durchgängen. Anders als in den Vorjahren wurden die ABC-Schützen nicht mit großen Aktionen begrüßt. Gleichwohl fiel der Empfang nicht weniger herzlich aus. Schüler der Klasse 4a von Hilke Hinrichs trugen für ihre neuen Mitschüler ein Gedicht und eine Geschichte vor.
„Ich wünsche uns und Euch, dass ihr gerne zur Schule kommt und Euch dort wohlfühlt“, hieß Neiweiser die Kinder willkommen. „Man lernt am besten, wenn man sich wohlfühlt“, erklärte er. Den Eltern gab er mit auf den Weg, ihre Kinder so anzunehmen, wie sie seien. „Ein Kind lernt schneller, ein anderes langsamer. Wir müssen das akzeptieren und Geduld mit ihnen haben“, sagte der Schulleiter.
Jeder ABC-Schütze bekam einen Viertklässler als Paten zugewiesen und von diesem einen selbstgebastelten Patenbrief. Die Klasse 1a wird von René Martens betreut. Klassenlehrerin der 1b ist Anja Selbach. Im Anschluss an die offiziellen Teile der Einschulung bot sich Kindern und Eltern Gelegenheit, die Schule kennenzulernen.