Ochtelbur
Halbseitige Sperrung: Erste Einschränkungen wegen Kanalsanierung
Noch vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten und Einrichtung einer Vollsperrung der Friesenstraße in Ochtelbur ist schon jetzt mit Einschränkungen im Verkehr zu rechnen.
Ochtelbur - Erste Einschränkungen vor Beginn der eigentlichen Bauphase: In Ochtelbur wurde auf der Friesenstraße am Mittwoch eine Ampelanlage installiert. Diese, so hieß es vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, sei notwendig, um halbseitig mit Baumaßnahmen beginnen zu können. Deshalb ist schon vor Beginn der für die Kanalsanierung notwendigen Vollsperrung, die eigentlich am vergangenen Montag eingerichtet und dann um eine Woche verschoben wurde, mit Einschränkungen zu rechnen. Wie berichtet gab es eine Lieferverzögerung bei den Schranken, die Autofahrer davon abhalten sollen, Nebenstraßen als Schleichwege zu nutzen, um die Vollsperrung zu umfahren. Daher wird die Vollsperrung erst am Montag, 26. Juli, eingerichtet.
Zugangscodes für die Schranken erhalten lediglich die Anwohner der Straßen, die zufahrtsbeschränkt werden. Menschen mit Gehbehinderungen und anderem erhalten einen besonderen Service: Ihr Kennzeichen wird eingespeichert und beim Vorfahren öffnen sich die Schranken dann automatisch. Im Vorfeld gab es allerdings teils massive Kritik an dem Vorgehen. Anwohner der Schönberg-Allee beispielsweise fühlten sich benachteiligt. Sie kritisierten, dass sie nur Zugangscodes für ihre eigene Straße bekämen – nicht aber für andere Straßen, um keinen kilometerlangen Umweg in Kauf nehmen zu müssen.
Feuerwehr fürchtete zeitliche Verzögerungen
Auch die Feuerwehr hatte zunächst Bedenken in puncto Schranken. Sie fürchteten zeitliche Verzögerungen bei der Anfahrt zu Einsätzen durch das Öffnen und Schließen der Schranken. Dies Problem sei aber mittlerweile gelöst, wie Gemeindebrandmeister Heyo Voß im ON-Gespräch sagte. Die Nummernschilder der Fahrzeuge seien eingespeichert worden, sodass sich die Schranken automatisch öffnen. Zudem hätten sie auch Zugangscodes erhalten – für den Fall, dass die Technik versagt. Darüber hinaus haben sie einen Schlüssel erhalten, um die Schranken zu sperren. Diese bleiben dann dauerhaft geöffnet und mehrere Fahrzeuge können hintereinander durchfahren. Dadurch gebe es nur eine minimale zeitliche Verzögerung.
Und einen kilometerlangen Umweg müssen die Einsatzfahrzeuge auch nicht auf sich nehmen. Denn laut Voß habe die mit der Kanalsanierung beauftragte Firma extra ein Handy besorgt, auf dem Hinweise über Rettungseinsätze eingehen. Sollte die Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei also durch den Baustellenbereich fahren müssen, um zum Einsatzort zu gelangen, würde die Baufirma früh genug Bescheid wissen, um den Bereich freizuräumen, sagte Voß: „Die denken wirklich mit“, lobte er und freute sich, dass der Baustellenbereich für Einsatzfahrzeuge „jederzeit passierbar“ sein werde.