Großefehn

Neuer Zoff um alte Probleme

Ann-Kathrin Stapf
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Von Ann-Kathrin Stapf
| 19.07.2021 18:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Lange wird das Gebäude an der Schrahörnstraße wohl nicht mehr stehen. Archivfoto: Ann-Kathrin Stapf
Lange wird das Gebäude an der Schrahörnstraße wohl nicht mehr stehen. Archivfoto: Ann-Kathrin Stapf
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Der Gemeindebürgermeister Erwin Adams wehrt sich gegen Vorwürfe: Ortsbürgermeister Detlev Schoone schoss gegen die Verwaltung und erklärte, Mittegroßefehn werde stiefmütterlich behandelt.

Großefehn - Purer Frust ist es, der aus Detlev Schoone spricht. Er überlege, sein Amt niederzulegen: Seit Jahren tut sich in Mittegroßefehn bei lange bekannten Problemen nichts. Das, so sagt der Ortsbürgermister, liege auch an der Gemeinde, die die Mittegroßefehntjer nicht oder nicht genug in diesen Fragen unterstützt.

Die Kritik an der Verwaltung ist gleichbedeutend mit Kritik am Verwaltungschef. Der will das so nicht stehenlassen und äußert sich in einem Schreiben. Damit wolle er sich vor allem vor sein Team stellen.

Bürgermeister: Handlungsspielraum begrenzt

Bürgermeister Erwin Adams ist sich sicher, Mittegroßefehn werde sich positiv entwickeln.

Adams erklärt: „Die Gemeinde, in diesem Fall die Verwaltung gemeinsam mit dem Ortsrat, ist immer bemüht, mit den weiteren Handelnden etwas zum Wohle der Ortschaften zu bewegen. Oftmals sind einem aber die Hände gebunden, da sich die Grundstücke und Gebäude in privatem Eigentum befinden, was den Handlungsspielraum der Gemeinde enorm einschränkt.“ Ihn verwundere die Kritik des Ortsbürgermeisters auch, weil dieser wisse, dass vieles im Hintergrund geschehe und man erst mit endgültigen Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehe.

Adams zeigt Entwicklungen auf

Als konkretes Beispiel nannte er den Dorfladen Mittegroßefehn, der vor zwei Jahren schloss und eine Lücke hinterließ. Hier sei man im Gespräch mit dem Leinerstift, dessen Tochterfirma den Laden früher betrieb. Die Bauruine „Scholzes Clubhaus“ werde bald einer Anlage von vier Doppelhäusern weichen. Dieses Hindernis verschwindet also laut Bürgermeister definitiv. „Dies ist für Mittegroßefehn doch eine tolle Nachricht!“, sagt Adams. Er räumt ein: „Im Bereich der Ampelkreuzung an der B 72 besteht bei der Spielothek für jedermann ersichtlich ein Optimierungsbedarf am Erscheinungsbild.“ Die Fachbereichsleiterin Imke Kuhlmann und er selbst seien aber in Gesprächen. Die Erneuerung der Fassade und der Anbau eines Büros seien fest geplant. Auch wenn sich trotz erteilter Baugenehmigung bisher nichts tat.

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