Weene

Krippenneubau: Verfahren in Gang gesetzt

Aike Ruhr
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Von Aike Ruhr
| 16.07.2021 17:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Bürokratisches Verfahren, das für den geplanten Neubau einer Krippe in Weene nötig ist, ist in Gang gesetzt worden – doch schon früh erlebte die Gemeinde Ihlow einige böse Überraschungen.

Weene - Erste Ausschreibungen für den Krippenneubau in Weene sind gestartet – doch wann der erste Spatenstich erfolgt, wie viel es letztendlich kostet und wann die ersten Kinder die Innen- und Außenbereiche erkunden können, ist offen. Laut Annette Lang, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungsverwaltung bei der Gemeinde Ihlow, seien im Juni die ersten Arbeiten ausgeschrieben worden. Man habe einige Gewerke quasi schon abgehandelt, während es für andere nicht einmal Angebote gab. Es sei eine schwierige Zeit, sagte Lang.

Und auch die allgemeine Steigerung der Kosten für Baumaterial hätten sich schon bemerkbar gemacht, wenngleich die Gemeinde bislang „glimpflich davongekommen“ sei, wie Lang sagte. Konkrete Zahlen nannte sie nicht. Aber im Zuge erster Entwurfsplanungen war von Gesamtkosten von etwa 2,2 Millionen Euro die Rede. Der Grund für die hohen Kosten bei Krippengruppen seien unter anderem die hohen Planungskosten, wie Martin Hepp, ehemaliger allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, in einem ON-Gespräch sagte. Es müssten bei solchen Projekten immer Fachplaner eingesetzt werden, die alle gesetzlichen Vorgaben berücksichtigten. Hinzu kämen höhere Ausgaben für besondere Ausstattungen in Kinderkrippen wie die kleinen Toiletten.

2,2 Millionen Euro werden wohl nicht ausreichen

2,2 Millionen Euro – das wird letztlich wohl nicht reichen. Aber es sei zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar, wo man am Ende landen werde, sagte Lang. Von dem Neubau sollen bis zu 30 Krippenkinder profitieren können. Es wird nicht nur zwei Gruppenräume geben, sondern auch eine Mensa, ein Elterncafé, Räume für das Personal, Technik und einiges mehr. Im Außenbereich wird eine Terrasse gebaut, eine Matschlandschaft erstellt, es soll Sandspielplätze und auch eine Bobbycarstrecke geben. Neben einigen anderen Spielgeräten wie einer Nestschaukel ist auch eine Freibewegungsfläche vorgesehen. Das ist laut Lang mindestens genauso wichtig wie feste Spielgeräte: „Die Kinder sollen auch einfach mal toben können“, hieß es.

Die Freibewegungsfläche ist auch zugleich die Erweiterungsfläche – falls der Bedarf an Krippenplätzen in der Gemeinde weiter steigen sollte und noch eine weitere Gruppe gebraucht würde. Dann würde den Kindern im Endeffekt zwar weniger Freibewegungsfläche zur Verfügung stehen, doch es könnten mehr Kinder betreut werden.

Neubau auch Thema im Ortsrat

Der Krippenneubau wird auch am Mittwoch, 21. Juli, Thema der Ortsratssitzung sein. Unter anderem wird sich das gesamte Team der Gemeinde, das an den Planungen zum Krippenneubau beteiligt war, an der Sitzung teilnehmen. Es ist auch geplant, dass Skizzen und Schaubilder gezeigt werden, wie es auf ON-Anfrage hieß.

Eingeladen sind hierzu nicht nur Bewohner der Gemeinde Ostersander, sondern alle Interessierten. Die Sitzung findet am 21. Juli ab 19.30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Weene in Ostersander statt.

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