Aurich

Auricher Kaufhalle soll im Sommer 2022 öffnen

Franziska Otto und Heino Hermanns
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Von Franziska Otto und Heino Hermanns
| 11.07.2021 19:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Die Gewerbeflächen der Auricher Kaufhalle könnten im Sommer des kommenden Jahres öffnen, wenn alles nach Plan verläuft. Wer über der Kaufhalle eine Wohnung mieten will, muss sich aber noch gedulden.

Aurich - Die Kaufhalle am Auricher Pferdemarkt könnte bereits im Sommer des kommenden Jahres ihre Türen für Besucher öffnen. Das teilte der Dörpener Investor Wilhelm Schomaker mit. Voraussetzung sei, dass bis dahin die Sanierung nach Plan verlaufe.

Mit den geplanten Wohnungen im Obergeschoss der Kaufhalle wird es laut Schomaker aber noch länger dauern. Ursprünglich war nur von einem Stockwerk mit Wohnungen die Rede, im Februar dieses Jahres teilte der Investor mit, dass es noch ein zweites geben soll.

Mietverträge frühestens Ende nächsten Jahres

Unklar ist nach wie vor, wie viele Wohnungen entstehen sollen. Für das erste Stockwerk war vor einem halben Jahr von 30, mit dem zweiten Geschoss von 50 Wohnungen die Rede. Nun will Schomaker sich nicht festlegen. Außerdem sollen die Wohnungen nicht wie eigentlich geplant hauptsächlich auf Singles und Paare zugeschnitten werden. Es soll laut Schomaker auch Wohnraum für Familien entstehen.

Mietverträge sollen frühestens Ende 2022/Anfang 2023 unterschrieben werden können. Grund für die Verzögerung sei unter anderem der Bebauungsplan. Er befinde sich deshalb noch mit der Stadt im Gespräch, sagte Schomaker.

Bebauungsplan musste geändert werden

Wegen der Vorhaben des Dörpener Investors muss der Bebauungsplan für den Pferdemarkt geändert werden, bevor er überhaupt in Kraft getreten ist. Denn die Politik hat die Aufstellung dieses Plans bereits im Jahr 2017 eingeleitet. Seitdem ist allerdings nicht sehr viel passiert. Damals sollte ein Fachmarktzentrum westlich des Pferdemarktes geschaffen werden. Die Nahversorgung der nördlichen Innenstadt sollte damit verbessert werden. Und in der Tat hatte Schomaker in seinen ersten Überlegungen auch noch vorgehabt, die ehemalige Kaufhalle abzureißen. Stattdessen sollte im hinteren Bereich des jetzigen Parkplatzes, in Richtung des Familienzentrums, ein Neubau unter anderem für einen großen Supermarkt entstehen. Nachdem Schomaker sich mit dem Auricher Schützenverein (ASV) einig geworden war, änderte er das Projekt.

Der Bereich um die Kaufhalle wird laut Fachbereichsleiterin Irina Krantz als „urbanes Gebiet“ definiert, damit auch dort Wohnungen entstehen können. Für die Kaufhalle selbst werden zwei Sondergebiete ausgewiesen, damit die Politik Einfluss auf die angebotenen Sortimente nehmen kann. Denn das große Ziel ist immer die Verteidigung der Innenstadt gegen die „grüne Wiese“.

Für die Gewerbeflächen in der Kaufhalle ist die Bünting-Gruppe aus Leer zuständig. Auf rund 6500 Quadratmetern soll ein Famila-Markt entstehen. Laut Schomaker ziehen zudem ein Tabak-Geschäft, eine Bäckerei, eine Apotheke und ein Drogeriemarkt der Kette „DM“ in die Kaufhalle.

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