Berlin
Sonntagsfrage: CDU schafft wichtige Hürde
Viele enttäuschte Unionswähler besinnen sich fünf Wochen nach der Nominierung von Armin Laschet (CDU) zum Kanzlerkandidat und rücken von einer Protestentscheidung ab.
Zum ersten Mal seit Anfang März erreichen die Unionsparteien im RTL/ntv-Trendbarometer wieder die 30-Prozentmarke. Damit haben sich CDU/CSU im vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt verbessert und die Union liegt zehn Prozentpunkte vor den Grünen. Die SPD wäre - würde heute gewählt - drittstärkste Partei.
Demnach sind angesichts der aktuellen Zahlen derzeit nur zwei Regierungs-Bündnisse denkbar: Schwarz-Grün mit zusammen 441 Mandaten und eine schwarz-rot-gelbe so genannte „Deutschland-Koalition“ mit zusammen 471 Mandaten.
Enttäuschte Wähler kehren zurück
Während der vergangenen fünf Wochen hat sich die CDU/CSU in kleinen Schritten wieder nach oben gearbeitet. Nach der Nominierung von Armin Laschet statt Markus Söder zum Kanzlerkandidaten der Union hatte die Partei deutlich an Sympathien verloren: Im April wollte nur noch die Hälfte der Unions-Wähler von 2017 erneut CDU oder CSU wählen. Der größte Anteil der enttäuschten Unions-Wähler (17%) wollte gar nicht mehr wählen, 16 Prozent wollten die Grünen, 8 Prozent FDP wählen.
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Jetzt ist ein Großteil der enttäuschten Abwanderer wieder zurückgekehrt. Aktuell wollen 64 Prozent der Unions-Wähler von 2017 wieder CDU oder CSU wählen. Für die Grünen würden sich noch 9, für die FDP 7 Prozent entscheiden. Und statt 17 würden derzeit noch 12 Prozent der Unions-Wähler von 2017 nicht zur Wahl gehen.