Aurich
Auricher Politik will Größe der Realschule begrenzen
Die Realschule Aurich platzt aus allen Nähten. Das liegt auch an vielen Kindern, die aus dem Umland kommen. Künftig sollen Stadtkinder Vorrang haben.
Aurich - Der Auricher Schulausschuss will die Zahl der Schüler in der Realschule begrenzen. Höchstens sechszügig soll die Schule künftig noch sein, die seit Jahren einen wachsenden Zulauf von Schülern erlebt. Möglich macht die Begrenzung die so genannte Schulorganisationsverordnung des Landes. Diese sieht für Realschulen eine Vierzügigkeit bei 27 Kindern pro Klasse vor. Laut Erstem Stadtrat Hardwig Kuiper ist mit dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung abgestimmt, dass die Auricher Schule dauerhaft sechszügig sein darf.
Das Problem dabei: Im Durchschnitt kommen 30 Kinder pro Jahrgang aus umliegenden Gemeinden. In diesem Jahr sind es sogar 40 der künftigen 178 Fünftklässler. Da 15 Schüler die fünfte Klasse wiederholen, müssen sieben Klassen eingerichtet werden. Künftig werden vorrangig Auricher Kinder aufgenommen. Nur, wenn es genug Platz gibt, dürfen auch Kinder aus dem Umland kommen.
Das betrifft vor allem Südbrookmerland. Die dortige Haupt- und Realschule nimmt keine neuen Kinder mehr auf und wird auslaufen. Kinder aus Südbrookmerland haben daher die Wahl, entweder zur IGS Marienhafe-Moorhusen oder zur Realschule Aurich zu gehen. Die IGS Aurich steht ihnen wegen eines Kreistagsbeschlusses nicht offen. Dieser hatte 2016 verfügt, dass Kinder aus Moordorf und Wiegboldsbur nicht mehr nach Aurich zur IGS wechseln dürfen.