Ihlow

Schranken sorgen für Ärger

Ann-Kathrin Stapf
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Von Ann-Kathrin Stapf
| 19.06.2021 09:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Die geplanten Sperrungen während der Kanalarbeiten an der Friesenstraße in Ochtelbur sorgen für Diskussionen: Einige Bürger sind sauer, die Feuerwehr hingegen ist besorgt.

Ihlow. Sorge, Ratlosigkeit und Wut: Während der Kanalarbeiten, die in einem Monat in Ochtelbur starten, wird es Straßensperrungen geben. Damit Pendler nicht von der Friesenstraße auf die Nebenstraßen ausweichen, wird es mehrere Schranken in Ochtelbur geben. Raus kann jedes Auto, rein nur die Anwohner. Sie bekommen einen Schlüssel ausgehändigt, beziehungsweise Codes, gleiches gilt für die Rettungskräfte. Sie können die Schranken mit einem Pin öffnen.

Wer Schwierigkeiten hat den Pin einzugeben, kann einen speziellen Service in Anspruch nehmen. Menschen mit Einschränkung können ihr Kennzeichen einspeichern lassen. Dieses wird dann bei der Durchfahrt gescannt. Das Angebot wird nicht für alle Anwohner gemacht, weil die Anzahl der Kennzeichen, die gespeichert werden können, beschränkt ist. Das erklärte Lars Heyen am Donnerstagabend bei einer öffentlichen Sitzung des Ortsrats Ochtelbur. Heyens Firma führt die Baumaßnahme durch.

Auch einige Ochtelburer müssen Umwege fahren

Die Ausführungen sorgten in der gut besuchten Sitzung für reichlich Diskussion. Denn nicht jeder Ochtelburer bekommt Zugangsdaten oder einen Schlüssel, viele müssen ebenfalls während der Bauarbeiten Umwege in Kauf nehmen.

Anwohner der Schönberg-Allee werden wohl keinen Schlüssel erhalten, das sorgte für Ärger. Die Allee ist eine Sackgasse, die Anwohner können sie nur über die Friesenstraße verlassen. Die Sperrung ohne Option, Seitenstraßen benutzen zu können, sorgte für großen Unmut, denn es werden große Umwege in Kauf genommen werden müssen.

Außerdem wird sich wohl für einige Tage während der Bauzeit das Problem ergeben, dass die Allee nicht mit dem Auto befahrbar sein wird.

Feuerwehr ist besorgt

Eine Anwohnerin schilderte, dass mehrfache Versuche bei verschiedenen Stellen fehlgeschlagen seien, einen Schlüssel zu erhalten oder Codes für die Schranken. Es sei nicht einmal ersichtlich, welche die zuständige Stelle ist.

Zwar mit einem Pin ausgestattet aber ebenso wenig beruhigt ist die Feuerwehr. Die Feuerwehren bekommen zentral die Codes ausgehändigt und können sie nach eigenem Ermessen verteilen. Theoretisch ist es also somit auch den Feuerwehrleuten im privaten PKW möglich sich frei zu bewegen.

Ein Feuerwehrmann verwies darauf, dass das in der Theorie gut klingt, sich in der Praxis aber dennoch Probleme ergeben könnten. Mit dem Code kann nur ein Auto passieren. Dann geht die Schranke zu und der nächste Code muss eingegeben werden. Die Feuerwehr befürchtet, dass das die Zeit bis man ausrücken kann, drastisch verlängern könnte, wenn so ein Vorgang mit einem Dutzend Feuerwehrleuten immer wiederholt wird.

Aus Sicht der Feuerwehr müsse ein Weg gefunden werden, um die Schranke im Alarmfall für eine längere Dauer offen zu halten, damit die Feuerwehrleute sie zügig in einem Rutsch passieren können.

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