Menlo Park (dpa)

Facebook will vor US-Wahl Fake-News eindämmen

Das Logo der Facebook-App ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archiv/Illustration

Speziell vor Wahlen haben Fake-News Hochkonjunktur bei Facebook. Dem will die Plattform jetzt frühzeitig entgegenwirken.

Facebook wird eine Woche vor der US-Präsidentenwahl keine neuen Anzeigen zu politischen Themen mehr annehmen.

„In den letzten Tagen eines Wahlkampfs könnte nicht genug Zeit bleiben, neue Behauptungen zurückzuweisen“, erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Donnerstag. Zuvor veröffentlichte Polit- und Wahlkampfwerbung werde weiterhin ausgespielt werden können. Die Anzeigen bei Facebook landen in den Newsfeeds der Nutzer und können auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet werden.

Unter den neuen Maßnahmen sind auch Regeln gegen Versuche, Facebook-Nutzer mit Hinweisen auf die Corona-Krise von der Stimmabgabe abzuhalten. „Wir werden Beiträge entfernen, in denen behauptet wird, dass Leute an Covid-19 erkranken, wenn sie an der Abstimmung teilnehmen“, schrieb Zuckerberg.

Außerdem bereitet sich Facebook - auch angesichts eines erwarteten hohen Briefwahl-Anteils - auf turbulente Tage nach der Abstimmung am 3. November vor. „Wenn ein Kandidat oder sein Wahlkampfteam versuchen sollten, sich zu Wahlsiegern zu erklären, bevor die Ergebnisse veröffentlicht wurden, werden wir diesen Beiträgen einen Hinweis darauf hinzufügen, dass die offiziellen Ergebnisse noch nicht vorliegen und die Leute zu den offiziellen Ergebnissen verweisen“, kündigte Zuckerberg an. Inhalte, die dem Wahlausgang die Legitimität absprechen, sollen mit einem Hinweis mit Informationen zum Wahlsystem versehen werden.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-418477/3

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