Ostfriesland

Spiekeroog

Hubschrauber holt Segler von gekentertem Boot

Der Hubschrauber der Bundesmarine nahm die Segler an Bord. Bild: Die Seenotretter - DGzRS

Zwischen Spiekeroog und Langeoog sind am Sonnabend zwei Segler in Seenot geraten. Ein Rettungsboot und ein Marinehubschrauber machten sich auf den Weg. Auch vor Borkum gerieten Segler in Not – und das gleich zwei Mal.

Spiekeroog - Ein Hubschrauber der Bundesmarine hat am Sonnabend gegen 16 Uhr gegen zwei Segler von ihrem gekenterten Boot in der Nordsee gerettet. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Danach hatten Spaziergänger von Spiekeroog aus gesehen, dass die Segler zwischen Spiekeroog und Langeoog mit ihrer Jolle in Seenot geraten waren. Das Boot lag umgekehrt im Wasser, die beiden hatten sich auf den Rumpf gerettet. Laut DGzRS herrschte zu der Zeit kräftiger Wind.

Die DGzRS rückte mit dem Seenotrettungsboot von Neuharlingersiel aus. Der Marinehubschrauber war gerade in der Luft. Er trainierte mit den Borkumer Seenotrettern, unterbrach die Übung und nahm Kurs auf Spiekeroog. Seenotretter und Marineflieger trafen nahezu zeitgleich am gekenterten Boot nahe der Tonne Otzumer Balje 8 ein. Der Rettungshubschrauber nahm die Segler mit einer Winde an Bord. Sie wurden mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus nach Wittmund gebracht. Die Besatzung des Seenotrettungsboots versuchte, das gekenterte Boot auf den Haken zu nehmen. Wegen eines Defektes an dem Segelboot klappte das nicht.

Segler vor Borkum zwei Mal aus Notlage gerettet

Ebenfalls am Sonnabend waren zwei Segler vor Borkum gleich zwei Mal auf die Hilfe der deutschen und niederländischen Seenotretter angewiesen. Gegen Mittag hatten die Frau und der Mann nahe der Tonne Osterems 48 Ruderprobleme ihrer elf Meter langen Segelyacht gemeldet. Ein niederländisches Seenotrettungsboot befand sich in der Nähe und nahm die Yacht auf den Haken. Besatzung und Boot wurden nach Eemshaven gebracht. Dort sollte der Defekt repariert werden, heißt es in einer Mitteilung der DGzRS.

Am frühen Abend geriet die Segelyacht allerdings erneut in Schwierigkeiten: Der Kapitän einer deutschen Autofähre meldete den Borkumer Seenotrettern der DGzRS, dass das Boot vor der Insel auf Grund gelaufen war. Kurz danach setzte der Segler einen „Mayday“-Ruf ab. Zu dem Zeitpunkt blies ein kräftiger Wind, der für eine starke Brandung sorgte. Ein Windpark-Schiff und ein Lotsenboot waren vor Ort, ein Boot der Seenotretter war unterwegs. Als dieses eintraf, sahen die Seenotretter, dass die beiden Segler entgegen der Anweisungen in ihr kleines Schlauchboot stiegen. Dieses kenterte nur Augenblicke später. Die Seenotretter zogen die Frau und den Mann samt Bordhund aus dem Wasser.

Später kehrten die Seenotretter zur Segelyacht zurück, um diese in tieferes Wasser zu schleppen und anschließend nach Borkum in den Schutzhafen zu bringen.

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