Aurich

2,3 Millionen Euro durch Verkehrssünder

Aike Ruhr
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Von Aike Ruhr
| 24.01.2020 16:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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In 2019 nahm der Landkreis Aurich etwas mehr Geld als im Vorjahr durch Rotlichtverstöße, Geschwindigkeitsübertretungen und andere Vergehen ein. Dabei kalkulierte der Kreis eigentlich mit einem deutlichen Minus.

Aurich. 2,3 Millionen Euro – so viel Geld wurden in 2019 durch Verkehrssünder in die Kasse des Landkreises Aurich gespült. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus, denn in 2018 waren es 2,2 Millionen Euro. Dabei hatte der Kreis im vergangenen Jahr noch ein deutliches Minus an Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung befürchtet – eine halbe Million Euro weniger als im Vorjahr stand im Raum.

Der Grund dafür waren krankheitsbedingte Ausfälle. Da es sich aber nicht um langfristige Ausfälle handelte, sei der Einsatz von Vertretungen wegen der Vorgaben des Stellplans und den Voraussetzungen für das Personal nicht kurzfristig möglich gewesen, hieß es in einer Finanzausschusssitzung. Denn die Mitarbeiter müssen, bevor sie in den Einsatz gehen können, erst geschult werden.

Polizei verstärkte ihre Maßnahmen im Kreisgebiet

Dass trotzdem ein leichtes Plus an Einnahmen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist, lag an den hohen Einnahmen durch Polizeianzeigen. 624 000 Euro kamen durch Rotlichtverstöße, Geschwindigkeitsübertretungen und andere Verkehrsverstöße in 2019 zusammen. Das ist im Zehn-Jahres-Vergleich der höchste Wert. Dieser sei darauf zurückzuführen, dass „diePolizei wieder vermehrt Geschwindigkeitskontrollen im Bereich des Landkreises Aurich durchführt“, schrieb der Kreispressesprecher in einer Mitteilung. Dadurch konnte das leichte Defizit durch die kommunale Verkehrsüberwachung, die der Landkreis selbst durchführte, ausgeglichen und am Ende sogar ein Plus von knapp 100 000 Euro generiert werden. Denn die Ordnungswidrigkeitsverfahren, die mit den von der Polizei aufgedeckten Verstößen zusammenhängen, würden nicht bei der Polizei geführt, sondern beim Landkreis Aurich, der auch die Verwarn- und Bußgelder inklusive Gebühren und Auslagen vereinnahmt. Wie der Landkreis mit der Summe im ostfrieslandweiten Vergleich zum Landkreis Wittmund und Leer sowie der kreisfreien Stadt Emden darsteht, ist derzeit noch unklar. Denn auf ON-Anfrage zeigte sich, dass die Einnahmen durch die Verkehrsüberwachung zum Teil noch nicht erfasst wurden.

Die Messbeamten und übrigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Verkehrsüberwachung erleben im Alltag zum Teil auch kuriose Vorfälle, wie sich in einem Gespräch mit den ON zeigte.

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