Ostfriesland

Emden/Leer

Spaziergängerin findet Rattengift-Beutel in Emden

Nach dem Fund von mehreren Beuteln mit Rattengift ermittelt nun die Polizei. Bild: lassedesignen/Fotolia.com

Von Sven Schiefelbein

Beim Gassigehen mit ihrem Hund hat eine Spaziergängerin in Emden auffällige Beutel mit blauem Inhalt gefunden. Sie sammelte sie ein – 84 an der Zahl – und gab sie bei der Polizei ab. Es handelt sich um Rattengift.

Emden/Leer - Die Polizei schlägt Alarm: Nach einem Fund von Rattengift in der Emder Innenstadt warnt die Behörde die Bevölkerung – und mahnt zur Vorsicht. Nach Angaben eines Polizeisprechers hat eine Spaziergängerin beim Gassigehen mit ihrem Hund am Donnerstagnachmittag mehrere Vliesbeutel mit blauem Inhalt bemerkt.

Im Bereich des Karrees, das Pelzerstraße, Emsstraße, Burgstraße und Klunderburgstraße bilden, sammelte sie die Beutel ein – insgesamt 84. Und gab sie bei der Polizei in Emden ab. Nach der Überprüfung stand schnell fest: „Es handelt sich um Rodentizit“, so der Sprecher – Rattengift. Noch am Abend suchten Polizisten und Mitarbeiter der Stadt den Bereich ab – etwas gefunden haben sie nicht. „Und weil es dunkel wurde, wurde die Suche abgebrochen“, sagte ein Sprecher. Am Morgen dann allerdings wurde in dem Bereich erneut gesucht – und zwei weitere Beutel mit giftigem Inhalt gefunden. Und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in dem Bereich noch weitere unentdeckte Beutel liegen. Laut Sprecher gibt es bislang glücklicherweise keine Hinweise darauf, dass jemand zu Schaden gekommen ist.

Die Polizei sucht nach Zeugen

Nun laufen die Ermittlungen der Polizei. Denn unklar ist, wie die bislang gefunden 86 Beutel dorthin gelangt sind und wer dafür verantwortlich ist. Die Polizei hofft nun, dass sich Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, unter der Telefonnummer 04921/8910 melden. Wer solche Beutel finde, solle sie nicht anfassen, sondern die Polizei informieren.

Dazu rät etwa der Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, Johannes Lind. Denn die Beutel sind nicht nur für Tiere gefährlich, sondern auch für Menschen – insbesondere beim Verzehr. Laut Polizei sollen auch Eltern darauf achten und ihre Kinder darauf ansprechen, ob sie solche Beutel gefunden haben. Und Hundehalter sollte ihre Tiere anleinen, rät die Behörde.

Handelt es sich um einen Einzelfall: Diese Frage konnte der Sprecher nicht beantworten. „Bislang wurden keine Vorfälle gemeldet“, sagte er. Auch in Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund sind aktuell keine Fälle angezeigt worden, sagte ein Sprecher. Allerdings hatten Unbekannte kürzlich in Berumbur (Samtgemeinde Hage) Fleischköder mit Angelhaken präpariert und in einen Garten geworfen. Dort fraß sie am Montagmorgen ein Hund, der daraufhin in die Tierklinik gebracht werden musste.

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