Ostfriesland

Surwold

Auto in Kanal: Ersthelfer befreien Frau und Kinder

Die Polizei geht davon aus, dass die Ersthelfer einen tragischen Ausgang des Unfalls verhindert haben. Bild: Picture-Factory/Fotolia

Ein Auto ist am Montagabend von der B 401 bei Surwold abgekommen und im Küstenkanal gelandet. Ersthelfer bemerkten den Unfall und befreiten eine Schwangere und zwei Kinder aus dem Wagen.

Surwold - Dem schnellen Eingreifen von Ersthelfern verdanken eine Frau und ihre Kinder vermutlich ihr Leben. Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, war die Familie am Montagabend gegen 20 Uhr mit ihrem Auto bei Surwold von der Bundesstraße 401 abgekommen und in den Küstenkanal gestürzt.

Der Wagen der Kölner Familie war zuvor in Richtung Oldenburg unterwegs gewesen. Aus ungeklärter Ursache kam er zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab. Beim Gegenlenken geriet der Dacia auf die Gegenfahrbahn. Ein 26-jähriger Mann aus Dörpen, der dem Wagen entgegenkam, konnte laut Polizei einen Zusammenstoß nur durch eine Vollbremsung vermeiden. Der Dacia schleuderte dann in den Kanal. Der 33-jährige Fahrer konnte sich unverletzt aus dem Auto befreien. Zurück blieben seine schwangere 31-jährige Ehefrau und zwei Kinder im Alter von vier und fünf Jahren.

Polizei lobt schnelles Handeln der Ersthelfer

In einem Wohnhaus, unmittelbar an der Unfallstelle, bemerkten sechs litauische Arbeiter der Meyer-Werft den Unfall. Sie eilten sofort zur Hilfe und stiegen in das Wasser des Kanals. Auch der 26-jährige Dörpener griff ein.

Gemeinsam gelang es den Ersthelfern, die Mutter und die Kinder aus dem Auto zu befreien. Die 31-jährige und die vierjährige Tochter verletzten sich leicht. Der fünfjährige Sohn verletzte sich schwerer und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er konnte die Klinik nach Angaben der Polizei inzwischen wieder verlassen. Der 26-jährige Dörpener verletzte sich an der Hand, als er eine Scheibe des Dacias einschlug. Der Wagen ist ein Totalschaden.

Die Polizei lobte in einer Mitteilung das schnelle Eingreifen der Helfer. Die Beamten gehen davon aus, dass sie dadurch einen tragischen Ausgang des Unfalls verhindert haben.

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