Ostfriesland

Emden

Emden: Softwarepanne legte Autofrachter lahm

Kurz nach dem Ablegen aus dem Emder Hafen kam es zu der Softwarepanne. Archivbild: N-Ports

Von Sven Schiefelbein

Ein Autofrachter ist in Emden in der Nacht zu Donnerstag beinahe auf Grund gelaufen. Auf dem erst zehn Tage alten Schiff hatte es eine Software-Panne gegeben – es musste zurück in den Hafen gezogen werden.

Emden - Rund eine halbe Stunde nach dem Ablegen im Emder Hafen ging im Steuerhaus der „Siem Cicero“ nichts mehr. Der 53 Jahre alte Kapitän konnte den unter liberianischer Flagge fahrenden Frachter nicht mehr steuern. Der 200 Meter lange und 32 Meter breite Koloss war aus dem Ruder gelaufen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte. Außerhalb des Ems-Fahrwassers berührte das Schiff dann den Grund, war aber nicht auf Grund gelaufen.

Zu dem Zwischenfall war es auf dem Abschnitt zwischen der Radarstation und der Emder Knock gekommen. Bisherigen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zufolge hatte ein Softwarefehler die Rudermaschine des neuen Frachtschiffes gegen 0.30 Uhr lahngelegt. „Das Schiff ist erst zehn Tage alt“, so der Sprecher. Der Kapitän hatte die Maschine anschließend gestoppt und zwei Schlepper angefordert. Diese brachten den mit Autos beladenen Frachter, der ursprünglich auf den Weg ins kanadische Halifax war, wieder an den Emskai des Emder Hafens. Auslaufen durfte das Schiff vorerst aber nicht mehr. Grund: ein Auslaufverbot.

Laut Sprecher wurde das Schiff danach auf Schäden abgesucht. Taucher waren dafür ins Wasser gestiegen. Ergebnis: Das Schiff wurde nicht beschädigt. Gegen 18 Uhr wurde das Auslaufverbot dann wieder aufgehoben.

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