Schülerbeiträge

Holtrop

Viertklässler frühstückten mit dem Bankdirektor

Während des Besuches entstand das Gruppenbild. Foto: Privat

Von der Klasse 4

Schüler aus Wiesens besuchten die Filiale in Holtrop und hatten einige spannende Fragen vorbereitet

Holtrop. Die Klasse 4 der Grundschule Wiesens durfte bei der Raiffeisen-Volksbank in Holtrop den Bankdirektor interviewen und hinter die Kulissen der Bank blicken. Friedrich Wilhelm Raiffeisen war einer der Gründer der Raiffeisenbank. Die Bank in Holtrop gibt es seit 101 Jahren. Wir hatten uns in der Schule viele Fragen überlegt und wurden in der Bank mit einem Frühstück von dem Bankdirektor, Herrn Manott und seiner Mitarbeiterin Frau Mühlenbrock begrüßt.

Herr Manott hat uns erzählt, dass ein Bankdirektor länger als die Mitarbeiter in der Woche arbeiten. Die Mitarbeiter arbeiten 39,5 Stunden. In der Bank gibt es 15 Abteilungen. Ungefähr 100 bis 200 Bewerber gibt es, die jedes Jahr eine Bankausbildung machen möchten.

Den Euro gibt es seit dem 1. Januar 2002. Es wird geschätzt, dass Milliarden von Euro in Europa in Umlauf sind. Die D-Mark gab es ab 1949. Vorher gab es die Reichsmark.

Geld wird aus Spezialpapier hergestellt. Nur die Deutsche Bundesbank in Frankfurt darf für Deutschland Geld drucken lassen. Dorthin werden auch kaputte oder geknickte Geldscheine und Falschgeld geschickt, Dort wird es vernichtet. Außerdem haben wir herausgefunden, wie man Falschgeld erkennt. Echte Münzen sind leicht magnetisch, falsche Münzen sind entweder stark oder gar nicht magnetisch. Bei den Scheinen gibt es viele Sicherheitsmerkmale, an denen man echtes Geld erkennen kann. Der 20-Euro-Schein und die Zwei-Euro-Münze werden am meisten gefälscht.

Spannend war für uns zu erfahren, wie der Geldautomat funktioniert. Wir durften sogar selbst ausprobieren, wie man Geld aus dem Automaten zieht. Was passiert, wenn man sich ablenken lässt, und das Geld nicht sofort aus dem Automaten nimmt?

Ungefähr nach einer Minute wird das Geld wieder in den Automaten zurückbefördert. Es gelangt dann im Automaten in eine Wanne, aus der nur ein Mitarbeiter das Geld wieder herausnehmen kann. In die Wanne gelangt nicht nur das vergessene Geld des Kunden, sondern auch kaputte Scheine und Falschgeld werden aussortiert. Jeden Tag muss ein Mitarbeiter die vier Schubladen mit den 5-, 10-, 20- und 50-Euro-Scheinen füllen, damit immer ausreichend Geld für die Kunden zur Verfügung steht.

Wir wollten unbedingt wissen, ob bei der Bank in Holtrop schon einmal eingebrochen worden ist. Herr Manott sagte uns, dass der letzte Einbruch vor 30 Jahren gewesen ist. Auf dem Land wird nicht so häufig eingebrochen wie in der Stadt, sagte er. Es gibt in der Bank eine Geldzählmaschine für Münzen. Der Geldzählautomat prüft die Münzen nach ihrem Gewicht und ihrer Größe. Ist eine Münze zu leicht oder zu groß, fällt sie durch. Dann handelt es sich entweder um Falschgeld oder um eine fremde Währung.

Herr Manott hat uns den Raum mit den Schließfächern gezeigt. Man kommt nur hinein, wenn man den Zahlencode kennt. Wir wussten nicht, dass die Tür so dick und schwer ist. Im Schließfachtresor gibt es ungefähr 170 Schließfächer und ungefähr 50 für Sparbücher, die man mieten kann. Wir wollten natürlich wissen, wo sich der Tresor befindet, aber das wurde uns nicht verraten.

Aber wir haben gefragt, wie groß der Tresor ist. Er ist fünf mal fünf Meter groß und die Tür ist ziemlich sehr schwer. Auch wie viel Geld sich in dem Tresor befindet, ist ein Bankgeheimnis. Zweimal täglich wird in der Bank Geld gezählt und auch geprüft, ob das Geld echt ist. Es war toll, dass sich Herr Manott und Frau Mühlenbrock viel Zeit für uns genommen haben, um all unsere Fragen ausführlich zu beantworten.

Wir bedankten uns für das leckere Frühstück und die freundliche Einladung. Es war ein ereignisreicher Vormittag für uns, und wir haben viel gelernt.

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