Schülerbeiträge

Moordorf

Schüler entdeckten das Moormuseum

Die Kinder der Klasse 4 a der Grundschule Moordorf hatten viel Spaß im Moormuseum. Foto: privat

Von der Klasse 4 a

Viertklässler aus Moordorf erfuhren einiges darüber, wie die Menschen früher gelebt haben. Ein besonderer Höhepunkt war ein Interview mit der hiesigen Autorin Christine Günnel.

Moordorf. Wir, die Kinder der Klasse 4 a der Grundschule Moordorf, waren als Reporter des ON-Projektes „Lese-Leuchten“ im Moormuseum in Moordorf. Ausgestattet mit einem Notizblock und unseren Reporterausweisen betraten wir aufgeregt das Museumsgelände.

Zuerst hatten wir eine Führung durch das Museum und konnten uns auch einen Film ansehen, der hieß „Törfgraben un Tiddeltop“. Das Moormuseum hat uns sehr gut gefallen. Man konnte sich richtig gut vorstellen, wie die Menschen hier früher auf dem Moor gelebt haben, und auch, wie die Zeiten langsam besser wurden. Wer sich ein Steinhaus bauen konnte, war sogar „steinreich“.

Wir konnten sogar ausprobieren, wie die Moordorfer früher ihre Häuser aus Lehm gebaut und Matten geflochten haben. Das war sehr anstrengend, aber es hat uns auch Spaß gemacht.

Ein besonderer Höhepunkt war aber das Interview mit der hiesigen Autorin Christine Günnel. Wir konnten sie fragen, wie das Leben sich so abgespielt hat, als die Menschen noch in solchen Lehmhäusern gewohnt haben, und sie erzählte uns vieles, was sie von früher wusste oder sogar noch selbst erlebt hat. Einiges von dem, was Christine Günnel in ihrer Kindheit erlebt hat, beschreibt sie auch in ihrem Buch „Stine – Kinnerjahren unner’t Moor“. Hier einige spannende Tatsachen aus früheren Zeiten in Moordorf:

In den Häusern war es dunkel, wenn die Tür geschlossen war. Geschlafen haben immer viele Menschen in einem Bett, so konnten sie sich gegenseitig wärmen. Wenn ein Kind krank war, mussten alle anderen Kinder mit ihm in das Bett, damit nicht alle nacheinander krank wurden. So mussten sie nicht so lange warten.

Jeder hatte seinen eigenen Löffel, und damit wurde aus einer Schüssel gegessen. Wenn ein Familienmitglied starb, „gab es seinen Löffel ab“, daher kommt der alte Spruch. Gefährlich waren für die Kinder und auch die Erwachsenen die Kreuzottern. Da musste man gut aufpassen, denn einen Arzt gab es lange nicht auf dem Moor. Die größte Gefahr waren Moorlöcher. Wenn man einmal reingefallen war, kam man nie wieder raus.

Früher haben die Kinder mit Kreide auf Tafeln geschrieben, und das hat in der Schule so gequiekt. Sie mussten aufstehen, sitzen, aufstehen und beten, und erst dann ging der Unterricht los. Wenn die Fingernägel schmutzig waren, wurden die Kinder gehauen.

Uns hat der Besuch im Moormuseum gut gefallen, und wir möchten dort gerne öfter mal hingehen. Besonders interessant war es, von Frau Günnel aus früheren Zeiten zu hören. Aber wir sind auch froh, dass wir heute leben und nicht in den Zeiten, als die Menschen in solchen Hütten lebten, wie sie im Moormuseum zu finden sind.

Klasse 4 a: Rika, Kira, André, Janek, Eva-Marie, Allegra, Wiebke, Sabrina, Jelke, Mathis, Jessica, René, Mike, Jessica, Nils, Cedric, Nadine, Jonas, Tim, Lea, Ilka, Eike, Sascha.

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