Ostfriesland

Weener

Drogen im Wert von 100000 Euro beschlagnahmt

Einsatzkräften der Bundespolizei ist auf der Autobahn 31 ein Sprinter mit Drogen an Bord ins Netz gegangen. Bild: Bundespolizei

Von Sven Schiefelbein

Mit einem Sprinter waren vier Männer und zwei Frauen am Mittwochnachmittag auf dem Weg aus den Niederlanden nach Deutschland. An Bord eine brisante Fracht: Bundespolizisten beschlagnahmten Drogen im Wert von mehr als 100000 Euro.

Mehr als sechs Kilo Marihuana wurden gefunden. Bilder: Bundespolizei
Weener - In einem Sprinter auf der Autobahn 31 endete am Mittwochnachmittag für vier Männer und zwei Frauen die gemeinsame Fahrt – kurz nach der Einreise aus den Niederlanden, keine sieben Kilometer von der Grenze entfernt. Grund: Der Wagen transportierte nicht nur die sechs Insassen, sondern auch Drogen im Wert von mehr als 100000 Euro.

Die Sechs waren zuvor in ihrem Wagen mit polnischem Kennzeichen erst auf der A 280 und dann auf der A 31 in Richtung Oldenburg unterwegs gewesen und dann in eine Routine-Kontrolle der Bundespolizei geraten. „Gegen 14.30 Uhr stoppten die Beamten den Kleintransporter“, so ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage. Zu dieser Zeit befand sich der Sprinter etwa in Höhe der Anschlussstelle Weener. An Bord: der 24-jährige Fahrer, sein 44 Jahre alter Beifahrer, ein 19-Jähriger und ein 37 Jahre alter Mann sowie zwei Frauen im Alter von 29 und 43 Jahren. „Alle sechs kannten sich“, so der Sprecher.

Schließlich klickten die Handschellen

Die Amphetamine wurden in einem Karton versteckt.
Fahrer, Beifahrer und der 19-Jährige waren den Beamten verdächtig vorgekommen. Sie durchsuchten das Fahrzeug und stießen dabei auf die brisante Fracht: Einen Karton mit rund 2,3 Kilogramm Amphetaminen darin. Und einen Koffer, in dem sich rund 6,5 Kilogramm Marihuana und ein bereits fertig gedrehter Joint befanden. Marktwert: mehr als 100000 Euro.

„Erst war unklar, wem die Rauschmittel gehören“, so der Sprecher. Deshalb wurden zunächst Fahrer und Beifahrer vorläufig festgenommen. Das sei naheliegend gewesen, so der Sprecher. Denn beide sollen das Fahrzeug abwechselnd gefahren haben und für dieses zuständig gewesen sein. Später richtete sich der Verdacht dann aber gegen den 19-Jährigen. „Ihm konnten die Beamten den Koffer mit dem Marihuana eindeutig zuordnen“, so der Sprecher. Unklar ist allerdings noch, wer den Karton mit den Amphetaminen an Bord des Fahrzeuges gebracht hat. Das sollen die weiteren Ermittlungen ergeben.

Gegen den 19-Jährigen wurde ein Haftbefehl erlassen

Nachdem die Beamten die Drogen beschlagnahmt hatten, wurden die sechs Insassen des Wagens mit auf die Dienststelle der Bundespolizei genommen. Fahrer und Beifahrer sowie der 19-Jährige wurden dann an die Beamten der Zollfahndung in Essen übergeben.

Während Fahrer und Beifahrer noch in der Nacht die Dienststelle gegen Auflagen verlassen konnten, wurde gegen den 19-Jährigen ein Haftbefehl erlassen. Er gilt als Hauptverdächtiger und wurde inzwischen in eine JVA gebracht. Nach Angaben des Sprechers werden die weiteren Ermittlungen vom Zollfahndungsamt Essen geführt.

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