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Großefehntjer Kicker wie im Rausch

Die Großefentjer B-Junioren (links) ließen sich in der Landesliga vom Tabellenführer VfL Oldenburg nicht abdrängen. Fotos: Friedrichs

Die B-Junioren-Fußballer der JSG Großefehn haben gegen den bisher ungeschlagenen Landesliga-Spitzenreiter VfL Oldenburg gewonnen. Die Fehntjer gewannen mit 2:0 Toren.

Robin Smidt brachte die Fehntjer in Führung.
Großefehn. Eigentlich hatte der Landesliga-Spieltag für die B-Junioren-Fußballer der JSG Großefehn nicht gut begonnen. Die personelle Ausgangslage für die Partie gegen den ungeschlagenen Tabellenführer VfL Oldenburg hätte besser sein können. Die Fehntjer spielten sich jedoch in einen Rausch und gewannen mit 2:0 Toren.

Jasper Mühlenbrock sagte krankheitsbedingt kurzfristig ab. Kapitän Nils Zimmermann plagte sein Oberschenkel, Raoul Häuseler-Neves Rücken zwickte, Bennet Freitag spielte mit getaptem Fuß und Torwart Pascal de Buhr nach gerade abgeklungener Mittelohrentzündung mit dicker Mütze. Trainer Ewald Mühlenbrock hatte mit entsprechender Taktik auf die personelle Ausgangslage reagiert.

Beide Teams machten von Anfang an viel Druck

Das Spiel hielt, was die Tabelle versprach. Beide Teams machten von Anfang an viel Druck, kombinierten fein und agierten selbstbewusst. Mehr Druck, Willen und Tempo zeigte allerdings die Heimmannschaft. Aus einer stabilen Defensive heraus trug die JSG ihre Angriffe vor. Die Brüder Aiko und Jarek Saathoff sorgten für ein deutliches offensives Übergewicht und die Stürmer liefen ein riesiges Pensum. So erstickten die Fehntjer das Kombinationsspiel der Oldenburger schon im Keim.

Das zentrale Mittelfeld zeigte gegen den hochveranlagten Gegner eine unfassbare Präsenz, gewann in den ersten 20 Minuten mehr Zweikämpfe als Oldenburg in der ganzen Partie und zeigte sich sicher im Kombinations- und Passspiel.

Verletzungsbedingt musste die JSG noch vor der Halbzeit wechseln

Spieldaten

Tore: 1:0 Smidt (19. Minute), 2:0 Meyer (50.).

JSG Großefehn: de Buhr, Saathoff, Kramer, Fahnster, Häuseler-Neves, Zimmermann. Freitag, Ackermann, Smidt, Meyer, Saathoff; eingewechselt: Meyerhoff, Hanssen, Langen, Hoffmeyer.

In der 19. Minute dann das sehenswert herausgespielte 1:0 für die überlegene JSG. Bennet Freitag gewann den Zweikampf gegen Oldenburgs Kapitän Kester König. Nach einer Kombination über Robin Smidt chippte Raoul Häuseler-Neves den Ball vor das Oldenburger Tor. Matthias Meyer nahm den Ball direkt. Oldenburgs Torwart Son Schwarze parierte zwar, aber der mitgelaufene Robin Smidt staubte zum 1:0 ab. Die Oldenburger lagen zum ersten Mal in dieser Saison zurück. Ihre Antwort war ein wütendes Anrennen über die Außenpositionen. Sie blieben jedoch ohne Chance.

JSG-Trainer Ewald Mühlenbrock (links) hatte allen Grund, zufrieden dreinzuschauen.
Verletzungsbedingt musste die JSG noch vor der Halbzeit wechseln. Der stark spielende Jarek Saathoff schied mit einer Zerrung aus. Der eingewechselte Paul Meyerhoff knüpfte aber nahtlos an dessen Leistung an. Der erwartete Sturmlauf der Oldenburger blieb in der zweiten Halbzeit aus. Die Fehntjer hatten mehr Power, Willen und auch fußballerische Mittel. Gewonnene Zweikämpfe reihten sich an feine Kombinationen, läuferische Höchstleistungen an abgebrühten Spielaufbau.

„Wir wollten unbedingt die Punkte“

Die Oldenburger hingegen fielen nur mit mehr Härte in den Zweikämpfen und häufigen Meckerns auf. In der 50. Minute gelang Matthias Meyer das 2:0. Er setzte sich gegen zwei Oldenburger Verteidiger durch und schloss den Angriff mit einem Schuss flach ins lange Eck ab. Die Oldenburger bemühten sich vergeblich um den Anschlusstreffer. Die Fehntjer setzten weiter Nadelstiche und gaben dem Gegner keinen Millimeter Platz zum Luftholen.

„Wir wollten unbedingt die Punkte, die wir im Ankumspiel liegengelasen haben, zurück“, sagte JSG-Trainer Mühlenbrock. Ihm war klar, dass das ein schweres Unterfangen werden würde. „Meine Mannschaft hat aber die Vorgaben perfekt umgesetzt. Leidenschaft, Siegeswille und nicht zuletzt hundertprozentige Spielfreude waren bei allen eingesetzten Spielern vorhanden. Mit schnellem Umschaltspiel haben wir uns immer wieder gefährliche Torchancen erspielt“, so Mühlenbrock weiter. Er sprach von einem verdienten Sieg.

Für unschöne Worte, die während des Spiels seitens der Oldenburger in Richtung der Fehntjer Spieler fielen, entschuldigten sich die VfL-Verantwortlichen.

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