Verlagsgeschichte

Verlagsgeschichte der Ostfriesischen Nachrichten

1861

Der gelernte Buchdrucker Adolf Hermann Friedrich Dunkmann beantragt am 1. April 1861 die Erlaubnis, eine Druckerei zu errichten. Die Druck-Konzession erhält er am 4. Oktober.

1864

Am 26. Januar 1864 gibt Dunkmann die erste Ausgabe der Auricher Nachrichten heraus. Die Zeitung erscheint dienstags und freitags und hat einen Umfang von vier Seiten. Abonnenten zahlen jährlich einen Taler. Der Anzeigenpreis liegt bei sechs Pfennig pro Zeile.

1873

In den letzten acht Jahren ist die Auflage auf 1.200 Exemplare angestiegen. Längst zählen nicht mehr nur Auricher zu den Lesern. Aus diesem Grund werden die Auricher Nachrichten am 2. Januar 1873 in Ostfriesische Nachrichten umbenannt und um einen Emder Lokalteil ergänzt.

1895

Anfang 1895 wird die Firma von Dunkmanns Sohn, Adolf Heinrich, übernommen. Erstmals wird politisch eindeutig Stellung bezogen. Die steigenden Auflagenzahlen führen dazu, dass ein neues Verlagshaus in der Kirchstraße gebaut wird.

1918

Im März 1918 stirbt Adolf Heinrich Dunkmann. Da sein Sohn Dietmar noch zu jung ist, übernimmt Prokurist und Redakteur Karl Meyer vorübergehend die Geschäftsführung. Dietmar Dunkmann arbeitet als Angestellter in der Firma. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges klettert die Auflage der Ostfriesischen Nachrichten auf 10.300 Exemplare.

1923

1923 bricht in Deutschland die Inflation aus. Im Juli liegt der Preis für eine Ausgabe bei 150 Mark, ein Abo kostet 10.000 Mark. Da sich gleichzeitig die Papier- und Druckkosten erhöhen und zeitweise bis auf das Hundertfünfzigfache steigen, können die Ostfriesischen Nachrichten zwischenzeitlich nicht erscheinen. Ab dem 1. September wird die Zeitung wieder täglich herausgegeben. Mit 600 Millionen Mark wird am 3. November der Höchstpreis für eine Ausgabe erreicht. Im Dezember 1923 wird die Goldmark als neue Währung eingeführt, die Preise normalisieren sich.

1932

Dietmar Dunkmann übernimmt die Verlagsleitung. Schon bald steht der Verlag, der von der Inflation immer noch geschwächt sind, einer neuen Herausforderung gegenüber. Die Nationalsozialisten rufen ein Konkurrenzprodukt ins Leben: die „Ostfriesische Tageszeitung - Nationalsozialistisches Volksblatt für Schaffende aller Stände“ (OTZ).

1933

Der Verlag erwirbt eine eigene Rotationsmaschine – zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand, dass die Zeitung bald verboten sein würde.

1949

Erst vier Jahre nach Kriegsende erhält Dunkmann seine Zeitungslizenz zurück. Ab dem 27. September erscheinen die Ostfriesischen Nachrichten wieder täglich.

1950

Am 7. Juni 1950 stirbt Dietmar Dunkmann. Sein Erbe tritt seine Witwe Maud Dunkmann an. Wenig später vereinbaren die ostfriesischen Altverleger den Schutz ihrer Verbreitungsgebiete. Diese Entscheidung bildete die Grundlage für die vielfältige Zeitungslandschaft in Ostfriesland, die bundesweit einmalig ist.

1964

Zum 100-jährigen Jubiläum kaufen die Ostfriesischen Nachrichten eine neue Rotationsdruckmaschine, die von Verlegerin Maud Dunkmann in Gang gesetzt wird.

1978

Die Ostfriesischen Nachrichten stellen ihr Druckverfahren um: Das Bleiverfahren wird durch die Computertechnologie ersetzt.
Nach einer Gebietsreform gehört der ehemalige Landkreis Norden nun zum Landkreis Aurich. Die Ostfriesischen Nachrichten dehnen ihr Verbreitungsgebiet allerdings nicht aus. Somit werden in Aurich heute traditionell zwei Zeitungen gelesen: im Altkreis Aurich die Ostfriesischen Nachrichten, im Altkreis Norden der Ostfriesische Kurier.

1986

Der Druckort der Ostfriesischen Nachrichten wird nach Emden verlegt.

1994

Die mittlerweile fünfte Familiengeneration tritt dem Zeitungsverlag bei.

2005

Es kommt zu einem erneuten Wechsel des Druckortes. Von nun an werden die Ostfriesischen Nachrichten in Nordhorn gedruckt. Damit einher geht der Wechsel vom Berliner auf das größere Rheinische Format. Seit dem Frühjahr 2005 werden die überregionalen Mantelseiten zudem nicht mehr von der Nordwest-Zeitung, sondern von der Neuen Osnabrücker Zeitung geliefert.

2009

Der Titel Ostfriesische Nachrichten wird von der Zeitungsgruppe Ostfriesland gepachtet. Damit erscheint die Zeitung fortan unter dem Dach der ZGO.

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