Schülerbeiträge

Aurich

Siebte Klasse ist auf den Hund gekommen

Von der Klasse 7b

Die Rettungshundestaffel Ostfriesland hat die Schüler der Klasse 7 b der Realschule Aurich besucht. Karina Hinrichs und Harald Janssen kamen mit ihren Rettungshunden und beantworteten viele Fragen.

Aurich. Wir, die Klasse 7 b der Realschule Aurich, haben am 28. März Besuch von der Rettungshundestaffel Ostfriesland des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Aurich, bekommen. Karina Hinrichs und Harald Janssen kamen mit ihren Rettungshunden Perro, Bandit und Lasko in die Schule.

Perro ist ein zwölf Jahre alter Irish-Setter Mischling und bereits in Rente. Er durfte mit den Ausbildern in den Klassenraum, wo er sich von uns streicheln ließ. Seine „Kollegen“ warteten in der Zwischenzeit in dem auf ihre Bedürfnisse ausgestatteten Fahrzeug des DRK.

Bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt werden

Karina Hinrichs und Harald Janssen informierten uns über die Rettungshundestaffel. Die Staffel ist das ganze Jahr über rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Die Einsätze werden über die Einsatzleitstelle Ostfriesland zugewiesen. In diesem Jahr wurde die Rettungshundestaffel bereits siebenmal angefordert, im vorigen Jahr rund 20 mal.

Um bei der Rettungshundestaffel mitzumachen, müssen Mensch und Hund bestimmte Voraussetzungen mitbringen: Der Hundeführer muss körperlich fit und teamfähig sein. Er wird unter anderem in der Ersten Hilfe Mensch und Hund, Sprechfunk und Funktechnik, Unfallverhütung und Sicherheit im Einsatz ausgebildet. Seinen Hund muss er art- und tierschutzgerecht halten, ausbilden und führen. Die Ausbildung dauert für beide zweieinhalb bis drei Jahre, dann folgt die Prüfung, die alle eineinhalb Jahre wiederholt werden muss. Die Arbeit ist ehrenamtlich.

Flächen-, Trümmer- und Wassersuchhunde und Mantrailern

Ein Rettungshund darf nicht zu klein und nicht zu groß und schwer sein. Im Notfall muss der Hundeführer sein Tier tragen können. Der Hund muss ein gutes Sozialverhalten haben sowie körperlich leistungsfähig, temperamentvoll, lern- und spielfreudig sein. Das wird vorher in einem Eignungstest geprüft.

Man unterscheidet zwischen Flächen-, Trümmer- und Wassersuchhunden sowie Mantrailern. In der DRK-Rettungshundestaffel Aurich werden derzeit 13 Flächensuchhunde ausgebildet und es gibt sechs geprüfte Teams. Flächensuchhunde werden von ihrem Besitzer ausgebildet. Sie suchen unangeleint in einem festgelegten Gebiet nach orientierungslosen, dementen, hilflosen oder als vermisst geltenden Leuten. Finden die Hunde die Person, machen sich durch „Verbellen“ bemerkbar.

Wie das „Verbellen“ funktioniert, sahen wir auf dem Schulhof. Irish-Setter Bandit und Labrador Lasko, suchten einige von uns, die sich versteckt hatten. Der Einsatzbefehl lautet „such und hilf“. Es war beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit die Hunde arbeiten. Danach folgt die Belohnung. Der Besuch war sehr informativ und spannend. Vielen Dank an Karina Hinrichs, Harald Janssen, Perro, Bandit und Lasko!

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