Ostfriesland

Berlin/Bunde

Jüdische Gemeinde zeichnet Ostfriesen aus

Die Laudatorin Charlotte Knobloch (von rechts), Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Reinhold Robbe sowie Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Jakobus Baumann, stellvertretender Präses der Gesamtsynode, freuen sich über die Ehrung. Foto: Landeskirchenamt

Der frühere Wehrbeauftragte Reinhold Robbe ist in Berlin für seine Verdienste um die deutsch-jüdische Verständigung mit dem Heinz-Galinski-Preis ausgezeichnet worden. Der 63-Jährige stammt aus Bunde.

Berlin/Bunde. Der frühere Wehrbeauftragte Reinhold Robbe ist am Dienstagabend in Berlin mit dem Heinz-Galinski-Preis ausgezeichnet worden. Der 63-Jährige, aus Bunde stammende SPD-Politiker, erhielt die Ehrung für seine Verdienste um die deutsch-jüdische Verständigung, teilte das Landeskirchenamt der Evangelisch-reformierten Kirche mit.

Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, erklärte in ihrer Laudatio: Robbe sei ein „wahrer Freund der jüdischen Gemeinschaft, verlässlich an der Seite des Staates Israel, beherzt im Einsatz gegen Antisemitismus und unermüdlich im Ringen um Gerechtigkeit“.

Bundeskanzlerin gehört zu den bisherigen Preisträgern

In der Vergangenheit war Reinhold Robbe vom iranischen Geheimdienst ausspioniert worden, und es war ein Anschlag auf ihn geplant. Ende März dieses Jahres verurteilte ein Berliner Gericht einen Pakistani, der Robbe mindestens ein Jahr lang im Auftrag Teherans ausspioniert hatte, zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Der Rheiderländer Robbe saß von 1994 bis 2005 im Bundestag, anschließend war er bis Mai 2010 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages. In den Jahren 2010 bis 2015 hatte er außerdem die Präsidentschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft inne. Seit vielen Jahren gehört er auch der Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche an. Für diese überbrachte der stellvertretende Präses, Jakobus Baumann aus Weener, Glückwünsche.

Der Heinz-Galinski-Preis wird jährlich von der Berliner Jüdischen Gemeinde und der Heinz-Galinski-Stiftung vergeben. Er erinnert an den langjährigen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlin und des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski (1912-1992). Bisherige Preisträger waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der Sänger Wolf Biermann und der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen).

zur mobilen Webseite

Weitere Angebote

© Ostfriesische Nachrichten GmbH - Made with newsdirect